„Polizisten erzählen II“
Die Polizei und Menschenrechte
Sie erleben als Polizistinnen und Polizisten tagtäglich so vieles, das berührend, ergreifend, spannend und mitunter auch erheiternd ist – und das nirgendwo zu lesen ist. Das Innenministerium in Form des Projekts „Polizei.Macht.Menschen.Rechte“ und die „Österreichische Beamtenversicherung“ (ÖBV) möchten diese Geschichten jetzt einer breiteren Öffentlichkeit bekannt machen.
Machen Sie mit und schicken Sie uns Ihre Erlebnisse – in welcher Form auch immer: Sie können sich selbst als Autor/-in versuchen oder Sie erzählen Ihre Geschichte unserer Autorin Mag. Christine Dobretsberger. Sie hat bereits 2010 ein ähnliches Buch herausgegeben, mit dem Titel „Polizisten weinen nicht“.
Ein Aspekt, der in Ihrer Geschichte nicht fehlen sollte, ist jener der Verwirklichung von Menschenrechten. Der Ausspruch „Die Polizei ist die größte Menschenrechtsorganisation Österreichs“ ist keine Floskel. Menschenrechte kommen in jedem polizeilichen Handeln vor.
Ein Beispiel: Ein Polizist spricht in einem Fall von Gewalt in Familien ein Betretungsverbot aus. Damit schränkt er das Freiheitsrecht des „Gefährders“ ein. Er tut das unter Wahrung der Verhältnismäßigkeit, schließlich könnte er ihn auch festnehmen. Das Opfer wird durch das Betretungsverbot geschützt. Die Gewalttat eines Täters an einem Opfer ist noch keine Menschenrechtsverletzung. Der Staat, in diesem Fall die Polizei, hat die Pflicht, das Opfer vor weiteren Übergriffen zu schützen und die Tat aufzuklären. Erst damit werden die Menschenrechte des Opfers verwirklicht, etwa das Recht auf körperliche Unversehrtheit.
Das Innenministerium und die ÖBV suchen
- berührende,
- spannende und
- heitere
Geschichten, von Polizistinnen und Polizisten erzählt und niedergeschrieben.
Die drei besten Beiträge werden von der ÖBV prämiert. Die Preisträger erhalten einen Gutschein für einen Kurzurlaub in Österreich. Zusätzlich wird unter allen Teilnehmern ein weiterer Kurzurlaubs-Gutschein verlost.
Es müssen keine spektakulären Erlebnisse sein. Die Leserinnen und Leser des Buches sollen Ihren Alltag kennen lernen – unter dem Aspekt des „Verwirklichens von Menschenrechten“. Bringen Sie Geschichten zu Papier, die Sie im Laufe Ihrer Karriere bewegt haben. Schreiben Sie über Erlebnisse, die Menschen glücklich gemacht haben, die Vertrauen gebildet oder das Leben von Menschen verändert haben.
Beispiele für Erlebnisse und Situationen, die wir suchen:
- Sind Sie schon einmal mit einer Situation konfrontiert worden, in der Sie Ihr Leben aufs Spiel setzen mussten, um für das Leben oder die Freiheit eines anderen Menschen einzutreten?
- Haben Sie sich bereits für Menschen auf berührende Weise eingesetzt, etwa dort, wo es von Ihnen in dieser Situation niemand erwartet hätte?
- Haben Sie in Ihrer Rolle als Polizistin oder Polizist anderen Menschen geholfen?
- Vielleicht erinnern Sie sich immer wieder gerne an einen „Fall“, in dem dank des Einsatzes der Polizei ein Unglück verhindert werden konnte.
- Oder Sie müssen immer noch lachen, wenn Sie an eine bestimmte Situation denken.
Schreiben oder sprechen Sie über Gedanken, Sorgen und Ängste, mit denen Polizistinnen und Polizisten als Helfer und Beschützer der Menschen zu kämpfen haben. Beschreiben Sie, wie Sie die Polizei von heute als eine Organisation zur Verwirklichung der Menschenrechte sehen.
Eingereichte Geschichten werden juristisch dahingehend überprüft, dass durch die Veröffentlichung das Amtsgeheimnis nicht gebrochen wird und dass sich die Polizistinnen und Polizisten nicht selbst in die Gefahr einer straf- oder dienstrechtlichen Verfolgung begeben, aus welchem Grund auch immer. Auch wir haben uns zur Geheimhaltung verpflichtet. Niemand braucht dienstrechtliche Folgen zu befürchten.
Einreichkriterien:
- Umfang der Geschichte: bis ca. 15.000 Zeichen
- Einsendung: Senden Sie Ihre Geschichte bitte als Word-Dokument per E-Mail an
Polizei-Buch@bmi.gv.at - Unterstützung: Falls Sie eine Geschichte erlebt haben, die Ihrer Meinung nach unbedingt veröffentlicht gehört, Sie aber das Gefühl haben, sie nicht zu Papier bringen zu können, schreiben Sie uns einfach einige Stichworte und Ihre Telefonnummer. Wir werden mit Ihnen Kontakt aufnehmen.
Die Beiträge erscheinen unter Ihrem Namen oder werden anonym veröffentlicht, falls Ihnen das lieber ist.
Erscheinungstermin:
Herbst 2012, Molden-Verlag
Einreichfrist: 16. April 2012
Buchpräsentation: Herbst 2012 in Kooperation des Bundesministeriums für Inneres mit der ÖBV und der Verlagsgruppe Styria GmbH & Co KG, Molden-Verlag
Rückfragen:
Manuela Braunschmidt, Bundesministerium für Inneres, Ref. II//1/a, Projektbüro
Tel.: +43 1 90 600-35370 oder +43 664-810 84 17, E-Mail: Polizei-Buch@bmi.gv.at



